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Intelligente Aufgabenplanung in der Rechtsabteilung als Instrument der Gewinnung & Bindung qualifizierter Mitarbeiter*innen

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Rechtsabteilungen befinden sich zunehmend im “War for Talent”. Viele Rechtsabteilungen tun sich schwer, offene Positionen mit passenden Jurist*innen zu besetzen. Hierbei ist die wesentliche Hürde bereits ein geringes Angebot an geeigneten Kandidat*innen. Diese müssen nicht nur die erforderlichen fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen, sondern auch den besonderen Anforderungen der Inhouse-Arbeit gerecht werden.

Ist dennoch die “Nadel im Heuhaufen” unter den wenigen potentiellen Kandidat*innen gefunden, führt das nicht automatisch zur Stellenbesetzung. Kandidat*innen haben regelmäßig mehrere Optionen und nur selten Eile. Es muss also Überzeugungsarbeit geleistet werden.

 

Harte Argumente wie beispielsweise das Gehalt oder die Strahlkraft der Marke des neuen Arbeitgebers sind wichtig, spielen aber insbesondere bei jüngeren Jurist*innen nicht mehr die gleiche Rolle wie noch vor wenigen Jahren. Zunehmend stehen weniger messbare Faktoren im Vordergrund, die erhebliche Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit und letztlich auf die Qualität der Arbeitsergebnisse haben.

 

Neben den häufig zitierten Aspekten wie beispielsweise Work/Life-Balance oder Teamgefühl wird dabei ein sowohl aus Kandidaten*innensicht als auch aus wirtschaftlicher Arbeitgebersicht ganz entscheidender Punkt häufig unterschätzt:

 

Wie werden Aufgaben und Arbeitsabläufe geplant und umgesetzt?

 

Qualifizierte, reflektierte und effiziente zukünftige Mitarbeiter*innen einer Rechtsabteilung möchten sich auf die Aufgaben konzentrieren können, die ihnen liegen und in denen sie gut sind. Sie möchten ihr volles Wissen und Können einbringen. Gleichzeitig möchten sie vermeiden, ihre Arbeitszeit auf Themen und Aufgaben zu verwenden, bei denen sie weniger gut sind und weniger Wertschöpfung erbringen können. Letztlich möchten sie das Gefühl haben, an passenden Stellen der “Produktionsprozesse” der Rechtsabteilung sinnvoll mitzuwirken, statt lediglich flexibler Lückenfüller in einer Top-Down Organisation oder Verrichter stets gleicher Routineaufgaben zu sein.

 

Glücklicherweise deckt sich dieses Bedürfnis mit der Arbeitsweise organisierter, hochqualitativ arbeitender und wirtschaftlich effizienter Rechtsabteilungen. Bei der Stellenbesetzung und Bindung von Mitarbeiter*innen lohnt es sich also, Aufgaben und Verantwortlichkeiten vorab sauber zu durchdenken, zu planen und zu kommunizieren. So wird die Arbeitgebermarke geschärft und die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert. Zahlreiche in anderen Unternehmensbereichen bereits seit Jahren bewährte Prozesse wie beispielsweise Design Thinking oder agile Modelle können für diese konzeptionellen Überlegungen einen hilfreichen Rahmen bieten.